
Auf Einladung von Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt hat die LAG Oderland am 1. Oktober 2026 an einem Gespräch zur Zukunft der LEADER-Förderung ab 2028 in Brüssel teilgenommen. Mit dabei waren Vertreter unterschiedlicher Lokaler Aktionsgruppen (LAG) in Brandenburg. Sie brachten dort die Anliegen der ländlichen Regionen in die Diskussion über den Mehrjährigen Finanzrahmen der Europäischen Union für 2028 bis 2034 ein.
Bei dem Gespräch in der Vertretung des Landes Brandenburg bei der Europäischen Union kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Europäischem Parlament, EU-Kommission, Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Vertreter aller Fraktionen des Brandenburger Landtages und LEADER-Aktionsgruppen zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie LEADER nach 2027 ausgestaltet und finanziell abgesichert werden soll.
Die Brandenburger Lokalen Aktionsgruppen setzen sich dafür ein, LEADER als ganzheitlichen, gebietsbezogenen Ansatz zu erhalten. Die Förderung dürfe nicht auf einzelne Branchen oder Zielgruppen verengt werden. Sie müsse weiterhin Projekte von Kommunen, Unternehmen, Vereinen und engagierten Menschen unterstützen und die Entwicklung der Regionen als Lebens- und Wirtschaftsraum ermöglichen.
Dafür braucht es nach Auffassung der LAGn eine verlässliche Finanzierung, die sich am bisherigen Umfang orientiert. Sie sprechen sich für einen verbindlichen Mindestanteil für LEADER auf EU-Ebene und den Erhalt des EU-Kofinanzierungssatzes von 80 Prozent aus. Nur so könnten auch finanzschwächere Kommunen und Regionen die Förderung nutzen. Ebenso wichtig seien starke lokale Entscheidungsgremien, die das Bottom-up-Prinzip sichern, sowie einfache und praxisnahe Verwaltungsverfahren.
Die LAG Oderland unterstützt diese gemeinsame Position: LEADER soll auch künftig die Mitgestaltung durch Menschen vor Ort ermöglichen und lokale Lösungen für die Herausforderungen der Regionen fördern.
Die gemeinsame Erklärung der Brandenburger LAGn zur Stärkung ländlicher Räume im Mehrjährigen Finanzrahmen ab 2028 wird von allen Lokalen Aktionsgruppen des Landes getragen. Sie unterstreicht, dass LEADER nicht nur ein Förderprogramm, sondern gelebte europäische Regionalentwicklung vor Ort ist.
Mitteilung vom 07.10.26, endet am 31.12.26